Terrarienselbstbau


Um Terrarientiere zu halten, braucht man selbstverständlich ein Terrarium.
Dieses Terrarium kann man im Zoofachhandel erwerben, man kann es aber auch leicht selbst bauen.

Selbst bauen macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man bestimmte Maße benötigt, oder ganze Regalanlagen baut. Dann kann das Terrarium nach eigenen Vorstellungen beliebig lang, hoch und breit gestaltet werden.

Im Normalfall sind Standardterrarien so günstig, das die Materialkosten beim Selbstbau den Kaufpreis übersteigen.

Ich habe mich dennoch dazu entschlossen, zwei 4-fach Tarrarien nach meinen Vorstellungen zu bauen.
Als Grundwerkstoff dienen Glasscheiben, die ich beim Glaser zuschneiden ließ, Aluminium Lochblech (4 cm breit; 1,5 mm dick; Lochdurchmesser 2 mm) für die Lüftung, Kunststoffprofile für die Schiebetüren und Silikon zum Kleben.

Am Anfang stand der Plan. Ich wollte mir zwei 4-fach Terrarien bauen, wobei eine Reihe zwei höhere Terrarien für Baumvogelspinnen beinhalten sollte.

Die Standardmaße meiner Terrarien sind 23x30x25 (BxTxH) bzw. 23x30x35 für die Baumvogelspinnen.
Das sind mittlere Größenverhältnisse, für sehr große Vogelspinnen (z.B. Theraphosa blondi, Pamphobeteus-Arten) schon zu klein, aber ich halte mich an die mittelgroßen Arten.

Hier die Stücklisten der Glasplatten (Stärke 4 mm) für die beiden Varianten:

4-fach Terrarium für bodenbewohnende Vogelspinnen:

2 x 300 x 908 mm (Boden, Decke)
1 x 210 x 900 mm (Rückwand)
2 x 242 x 300 mm (Links, Rechts)
3 x 242 x 296 mm (Innenwände)
4 x 60 x 221 mm (Vorne)
4 x 30 x 221 mm (Luftzufuhr)
8 x 121 x 167 mm (Türen), die Höhe der Türen hängt von den Kunststoffprofilen ab !

außerdem 2 m Aluminiumlochblech, 2 m Kunststoffprofil (8 Stücke a 221 mm) und Silikon.

 

4-fach Terrarium für 2 bodenbewohnende und 2 Baum-Vogelspinnen:

1 x 300 x 908 mm (Boden)
2 x 226 x 300 mm (Decke L/R)
1 x 300 x 456 mm (Decke Mitte)
2 x 210 x 221 mm (Rückwand nieder)
2 x 310 x 221 mm (Rückwand hoch)
2 x 242 x 300 mm (Links, Rechts)
3 x 300 x 342 mm (Innenwände)
4 x 60 x 221 mm (Vorne)
4 x 30 x 221 mm (Luftzufuhr)
4 x 121 x 167 mm (Türen niedrig)
4 x 121 x 267 mm (Türen hoch), die Höhe der Türen hängt von den Kunststoffprofilen ab !

außerdem 2 m Aluminiumlochblech, 2 m Kunststoffprofil (8 Stücke a 221 mm) und Silikon.

Der Rohbau des kombinierten Terrariums.

Ich habe mich für die Schiebetürenvariante entschieden, da bei einer senkrecht verschiebbaren Frontscheibe, ich die Terrarien nicht übereinander stapeln hätte können.

Das Aluminiumlochblech habe ich nicht geschnitten, sondern mit der entsprechenden Lochreihe in den Schraubstock eingespannt, und etwas hin- und her gebogen. So läßt es sich sehr leicht trennen.

Das Glas habe ich nicht selbst zugeschnitten, da der Glaser wesentlich schönere Schnittkanten, wirklich auf Millimeter genau, zustande bringt, und der Zuschnitt sowieso im Preis enthalten ist.
Die Schnittkanten muß man mit Schleifpapier etwas entschärfen. Auch das hat mein Glaser gleich mit einer Maschine mitgemacht.

Zusammenkleben

Am Abend vor dem eigentlichen Bau habe ich die Bodenplatte aufgelegt, und als erstes die linke Außenwand und die Rückwand auf die Bodenplatte geklebt.
Wichtig ist, daß die Klebestellen sauber sind (mit Spiritus oder Nitroverdünnung vorher abwischen).
Auch sollte man darauf achten, daß die Unterlage waagrecht ist, sonst liegt die Bodenplatte verzogen, und das Terrarium ist nicht im Winkel, was man erst merkt, wenn die Deckplatte nicht auf die Scheiben paßt.
Ich mußte meine Bodenplatte unterlegen.

Über Nacht kann das Silikon trocknen, und man kann am nächsten Tag Scheibe für Scheibe von Links nach rechts ankleben.

Meine Bodenplatte mußte ich unterlegen, damit sie nicht durchhängt.

Die in der Luft schwebenden Glasplatten für die vordere Zuluft habe ich folgendermaßen angeklebt:
Ich habe zwei von diesen Glasplatten übereinander mit Klebestreifen zusammengeklebt, damit ich die volle Höhe bis zur Bodenplatte hatte, aber nur die obere Platte mit Silikon an den Kanten angeklebt.
Ist diese Konstruktion trocken, entfernet man die Klebestreifen, und kann die untere Glasplatte entfernen.

Den Glasrohbau habe ich dann wieder über Nacht trocknen lassen.

Am zweiten Tag waren dann die Lochbleche für die Lüftung und die Kunststoffprofile für die Schiebetüren an der Reihe.

Hier der Aufbau der vorderen Luftzufuhr.

Da meine Terrarien nicht ganz an der Wand stehen, habe ich mich für eine Abluftöffnung an der Rückwand entschieden.

Das Lüftungsgitter an der Rückwand.

Hier meine Beleuchtung:

Als Beleuchtung und Heizung verwende ich 20 W Halogenspots.

Das Ergebnis meiner Mühen:

Ich muß zugeben, daß ich echt stolz auf mein Werk bin.

Der Baumvogelspinnenteil:

Ich hoffe meine beiden Spinnen fühlen sich in ihrem neuen Zuhause wohl.

Zum Schluß noch eine Kontrollmesssung:

Luftfeuchtigkeit O.K., die Temperatur könnte niedriger sein.

Bei 33 Grad Außentemperatur aber im Sommer nicht möglich.

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